09.03.2026

Mit Mut, Zuversicht und Zusammenhalt in eine gute Zukunft.

Die Rede von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig am SPÖ-Bundesparteitag in Wien.

Beim 47. ordentlichen Bundesparteitag in Wien betonte SPÖ Wien-Landesparteivorsitzender Bürgermeister Dr. Michael Ludwig die Bedeutung einer starken Sozialdemokratie in Zeiten globaler Unsicherheiten. Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Herausforderungen und gesellschaftliche Umbrüche verlangen nach einer stabilen und zukunftsgerichteten Politik in Österreich und Europa. 

Dialog und Diplomatie in Wien

Wien spielt dabei eine besondere Rolle als internationale Dialogstadt. Als Standort zahlreicher internationaler Organisationen und bedeutende Kongressmetropole ist die Stadt ein Ort, an dem Zusammenarbeit und Austausch aktiv gelebt werden. Der Bundesparteitag bot Gelegenheit, gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten und zentrale politische Fragen zu diskutieren. 

Wie steht es um Frieden und Österreichs Neutralität?

Mit Blick auf die aktuelle Weltlage und die zunehmenden geopolitischen Spannungen, muss Frieden wieder stärker ins Zentrum der politischen Debatte rücken. Als internationale Stadt für Diplomatie trägt Wien hier eine besondere Verantwortung. Gleichzeitig muss die österreichische Neutralität aktiv gelebt werden. Neben der militärischen Landesverteidigung braucht es auch geistige, politische und wirtschaftliche Resilienz. Das erfordert ein modernes und gut ausgestattetes Bundesheer sowie die Beibehaltung der Wehrpflicht, jedoch keine Ausweitung auf Frauen. Und angesichts globaler Machtverschiebungen ist ein geeintes und starkes Europa wichtiger denn je. 

„Gerade in Zeiten großer Unsicherheit braucht es die Sozialdemokratie mehr denn je – in Österreich und in Europa“, so Ludwig.

Doch Stabilität und Sicherheit enden nicht an der Landesgrenze. Frieden und Neutralität sind nur dann dauerhaft gewährleistet, wenn sie durch wirtschaftliche Stärke untermauert wird. Eine stabile Wirtschaft sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern schafft auch die finanziellen Grundlagen, um Bildung, Gesundheit und Chancengerechtigkeit zu fördern.

Wirtschaftliche Stärke für soziale Sicherheit

Eine starke Wirtschaft ist jedoch auch die Grundlage für soziale Sicherheit und ein selbstbestimmtes Leben. Mit der Wiederwahl von Eva-Maria Holzleitner als Bundesfrauenvorsitzende wurde ein starkes Signal für moderne Frauenpolitik für ganz Österreich gesetzt.

Wien zeigt bereits lange vor, wie moderne Frauenpolitik konkret aussieht – etwa durch die flächendeckende, beitragsfreie Kinderbetreuung, gezielte Programme zur Förderung von Frauen am Arbeitsmarkt und eine klare Haltung zur Vereinbarkeit von Teilzeit- und Vollzeitmodellen. All das schafft die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.

Kritisch äußerte sich Ludwig zur Teilzeitdebatte: „Wenn Teilzeit als Luxus bezeichnet wird, dann muss die Wirtschaft auch genügend Vollzeit-Arbeitsplätze schaffen, die mit den Lebensrealitäten der Menschen vereinbar sind.“ 

Keine Koalition mit der FPÖ

Deutlich positionierte sich Ludwig auch in der Frage möglicher Koalitionen. Eine Zusammenarbeit mit der Freiheitlichen Partei Österreichs ist ausgeschlossen. Die FPÖ verfolgt das Ziel eines politischen Systemwechsels und stellt zentrale demokratische Errungenschaften infrage – von freien Medien über die Sozialpartnerschaft bis hin zum solidarischen Gesundheitssystem und öffentlichem Wohnbau. Eine Kooperation mit einer solchen Partei kommt für die Wiener Sozialdemokratie nicht infrage.

Keine Privatisierung von sozialem Wohnbau

Diese klare Haltung spiegelt sich auch in der konkreten Umsetzung sozialdemokratischer Politik wider, insbesondere in Bereichen, die direkt das Leben der Menschen betreffen: kostenlose Kindergärten, Ganztagsschulen und ein starker öffentlicher Wohnbau

Heute leben rund zwei Drittel der Wiener:innen in geförderten oder kommunalen Wohnungen. Während in anderen Regionen öffentliche Wohnungen verkauft werden, bleibt Wien seinem Kurs treu. Auch unter Budgetdruck wird nicht beim Wohnbau gespart – im Gegenteil: Für 2026 sind 190 Millionen Euro für den Ausbau leistbarer Wohnungen vorgesehen. Privatisierungen im Wohnbereich kommen nicht in Frage: Damit garantiert die Stadt langfristig Sicherheit, leistbares Wohnen und sozialen Zusammenhalt.

Warnung vor Privatisierung im Gesundheitssystem

Auch beim Gesundheitssystem warnte der Wiener Bürgermeister vor politischen Entwicklungen, die langfristig zu einer Privatisierung führen könnten. Medizinische Versorgung müsse allen Menschen offenstehen, unabhängig von ihrem Einkommen. Während in anderen Bundesländern Spitalsabteilungen geschlossen oder Notarztsysteme reduziert werden, investiert Wien weiter in den Ausbau der Gesundheitsversorgung.

Glückwünsche an Andreas Babler zur Wiederwahl

Auch personell stellte der Bundesparteitag wichtige Weichen: Vizekanzler Andreas Babler wurde mit 81,51 Prozent als Bundesparteivorsitzender bestätigt. SPÖ Wien-Landesparteivorsitzender Bürgermeister Dr. Michael Ludwig sowie Landesparteisekretär Jörg Neumayer gratulierten Babler zur Wiederwahl sowie dem neu gewählten Bundesparteipräsidium und -vorstand.

Zuversicht für die Zukunft

Zum Abschluss würdigte der Wiener Bürgermeister die Arbeit des sozialdemokratischen Regierungsteams rund um Vizekanzler Andreas Babler. Maßnahmen wie Mietpreisstopp und Mietpreisdeckel, Entlastungen bei den Strompreisen sowie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel hätten bereits spürbare Verbesserungen für viele Menschen gebracht. Das zeigt klar: Es macht einen Unterschied, wer regiert. 

Mit Mut, Zuversicht und Zusammenhalt kann die Sozialdemokratie weiterhin Lösungen schaffen und Verantwortung übernehmen. Für eine demokratische und soziale Zukunft.

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