Stark durch Chancen für alle: Wie Wien Wohlstand und Lebensqualität für alle sicherstellt
Seit mehr als zweieinhalb Jahren sieht sich Österreich steigenden Arbeitslosenzahlen gegenüber. Ein Blick auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten zeigt: Besonders unter Jugendlichen und Arbeitnehmer:innen über 50 steigt die Arbeitslosigkeit. Das ist auch in Wien eine Herausforderung: Als größter urbaner Arbeitsmarkt des Landes zieht die Bundeshauptstadt jedes Jahr zehntausende Menschen an, die oft zunächst ohne Beschäftigung nach Wien kommen. Gleichzeitig hatten noch nie so viele Menschen in Wien einen Job.
Denn die Wiener Arbeitsmarktpolitik ist eine Erfolgsgeschichte und trägt eine klar sozialdemokratische Handschrift. Die Stadt schafft nicht nur laufend neue Arbeitsplätze, sondern steht gemeinsam mit den Sozialpartner:innen für faire Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne sowie für Teilhabe und Selbstbestimmung für die Arbeitnehmer:innen. Das Resultat kann sich sehen lassen.
Wien als dynamischer Arbeitsmarkt und Standort für die Zukunft
Der Wiener Arbeitsmarkt ist hochdynamisch: Zwischen 2015 und 2023 wuchs die Zahl der unselbständig Beschäftigten um rund 100.000 Personen – ein Zuwachs, für den zuvor 60 Jahre benötigt wurden. Mit aktuell rund 900.000 Beschäftigten wurde ein historischer Höchststand erreicht. Dank hoher Lebensqualität, guter Infrastruktur und umfassender sozialer Angebote bleibt Wien für Arbeitskräfte auch in Zukunft attraktiv.
Wien hat sich in den vergangenen Jahren außerdem zu einem modernen Wissens- und Dienstleistungsstandort entwickelt. Und auch der Produktionssektor wächst weiter. Rund 12 % der Beschäftigten arbeiten in Fertigung oder Bauwirtschaft. Zukunftsbranchen wie Green Jobs, IT, Pflege, Gesundheit, Tourismus und Forschung bieten Chancen für die Wiener Arbeitskräfte von morgen.
Arbeitsmarktpolitik als Schlüssel für Wohlstand
Um Wohlstand und soziale Sicherheit zu bewahren, setzt Wien auf aktive Arbeitsmarktpolitik. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Arbeitsplätzen, sondern auch um Qualifizierung, Weiterbildung und Integration, damit alle Menschen, von der ersten Berufserfahrung bis zur Pension, am Arbeitsmarkt teilhaben können.
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der Wiener Arbeitnehmer:innen Förderungsfonds (waff). Seit seiner Gründung vor genau 30 Jahren hat der waff rund 700.000 Wiener:innen begleitet und über 1,4 Milliarden Euro in ihre berufliche Zukunft investiert. Er unterstützt Menschen bei beruflicher Neuorientierung, sichert dringend benötigte Fachkräfte und hilft gezielt beim Einstieg in Zukunftsjobs in Pflege, Pädagogik, Technik, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Programme für alle Lebensphasen
Ein Kernstück der Wiener Arbeitsmarktpolitik ist die gezielte Förderung von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Gerade mit Blick auf die steigende Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und Arbeitnehmer:innen über 50 steuert Wien hier bewusst dagegen. Die Joboffensive für Jugendliche richtet sich an 18- bis 24-Jährige mit Hauptwohnsitz Wien, die seit mindestens neun Monaten arbeitslos oder arbeitsuchend sind. Sie unterstützt junge Menschen beim Eintritt ins Berufsleben, bietet intensive Beratung und Begleitung und erleichtert Unternehmen die Aufnahme dieser Zielgruppe durch Zuschüsse zu Lohn- und Lohnnebenkosten. So werden nicht nur lange Arbeitslosigkeitsphasen früh verhindert, sondern auch wichtige Grundlagen für die Fachkräfte von morgen gelegt. In den kommenden zwei Jahren investiert die Stadt Wien dafür 3,4 Millionen Euro.
Neben jungen Menschen fördert der waff auch andere Zielgruppen: Für erwachsene Asylberechtigte bietet das College 25+ schulähnliche Bildungsangebote und Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Die Joboffensive 50plus eröffnet erfahrenen Arbeitskräften neue Perspektiven und stärkt ihre Chancen in einem sich wandelnden Wirtschaftsumfeld. Zudem unterstützt das Wiener Ausbildungsgeld gezielt Menschen, die sich in Zukunftsbranchen wie Pflege, Gesundheitswesen oder Technik weiterqualifizieren möchten und erleichtert so den Einstieg in Berufe mit hoher Nachfrage. Seit 2025 unterstützt die Wiener Frauenarbeitsstiftung von waff und AMS Wien Frauen ohne Ausbildung dabei, beruflich neu durchzustarten – insbesondere Wiedereinsteigerinnen und Frauen nach einer familienbedingten Berufspause.
Arbeit als Teilhabe und Perspektive
Für die Wiener Sozialdemokratie bedeutet „Stark durch Chancen für alle“, dass Arbeit weit mehr ist als bloßer Broterwerb: Sie schafft Teilhabe, stärkt Selbstbestimmung und gibt Menschen langfristige Perspektiven. Deshalb setzt Wien auf Rahmenbedingungen, die gutes Arbeiten möglich machen – von fairen Löhnen über soziale Absicherung bis hin zu gezielten Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten für alle Generationen. So entsteht ein Arbeitsstandort, der Stabilität bietet und den Menschen echte Entwicklungschancen eröffnet.
Mehr zu unseren Forderungen im Wiener Wirtschaftskompass.
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