Leistbares Wohnen für alle
Leistbares Wohnen ist in kaum einer Stadt so erfolgreich umgesetzt wie in Wien. Mehr als 60 Prozent der Wiener Bevölkerung leben in geförderten oder gemeindeeigenen Wohnungen – eine weltweit einzigartige Quote. Sie stabilisiert Mieten, verhindert Spekulation und sichert soziale Durchmischung. Internationale Medien wie die New York Times und die Financial Times führen Wien regelmäßig als Best-Practice-Modell für leistbares Wohnen an.
Ein wesentlicher Grund dafür: Wien hat nie privatisiert.
Während viele europäische Städte in den 1990er-Jahren kommunale Wohnungen, Energie oder Wasser an private Unternehmen verkauft haben, entschied sich Wien bewusst dagegen – aus sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung.
Beim Themenrat unter dem Motto „DEIN ZUHAUSE. UNSER AUFTRAG.“ der Bundespartei, betonte Wiener Bürgermeister daher, dass es einen Unterschied macht, wer Verantwortung im Land trägt. So hat die FPÖ beispielsweise bei jeder Gelegenheit gezeigt, dass sie nicht auf der Seite des vielzitierten „kleinen Mannes“ stünde, sondern auf der Seite von Immobilienspekulanten. Als Schwarz-Blau im Februar 2000 eine Bundesregierung gebildet hatte, dauerte es gerade einmal ein halbes Jahr, bis ein FPÖ-Finanzminister 60.000 Bundes-Wohnungen privatisierte. Das war und ist bis heute ein historischer Fehler.
Rekommunalisierung als Europäischer Trend
Heute zeigt sich: Dieses Modell ist nicht Vergangenheit, sondern Zukunft.
Europaweit erleben zentrale kommunale Dienstleistungen eine Rückkehr in öffentliche Hand. Mehr als 700 dokumentierte Rekommunalisierungen in 20 Ländern belegen den Trend. Beispiele sind:
- Hamburg mit einem neuen öffentlichen Energieanbieter
- Paris und Berlin, die die Wasserversorgung rekommunalisiert haben
- London, das Teile des U-Bahn-Netzes wieder öffentlich betreibt
Die Gründe ähneln sich europaweit:
- Unzufriedenheit mit Qualität
- Steigende Preise
- Verschlechterte Arbeitsbedingungen
„In Wien verteidigen wir das Grundprinzip, dass Wohnen dem Gemeinwohl dienen muss.“ – Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.
Bürgermeister Ludwig auf europäischer Wohnbau-Mission:
„Wien setzt den Standard – leistbares Wohnen wird EU-Thema“
Die Initiative von Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, das erfolgreiche Wiener Modell des sozialen Wohnens europaweit zu stärken, zeigt zunehmend Wirkung. Bei einem aktuellen Arbeitsbesuch in Brüssel führt Ludwig unter anderem Gespräche mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission, des Parlaments und des Rates, um leistbares Wohnen als zentrale europäische Zukunftsaufgabe zu verankern.
„Wohnen ist ein Grundrecht und darf kein Spekulationsobjekt sein. Dass dieses Thema nun EU-weit Priorität bekommt, ist Ergebnis unseres konsequenten Wiener Engagements“, betont Ludwig.
Wohnkosten steigen europaweit – Wien wirkt dagegen
Seit 2015 steigen Wohnkosten in fast allen EU-Staaten. Für breite Teile der Bevölkerung – längst nicht nur für Haushalte mit niedrigem Einkommen – wird Wohnen zunehmend zur Belastung. Um diese Entwicklung auf europäischer Ebene zu adressieren, hat Wien im Frühjahr 2024 Vertreter:innen europäischer Städte sowie der EU-Kommission und des Parlaments eingeladen, um zentrale wohnpolitische Forderungen zu formulieren:
- Stärkere Einbindung der Städte in die EU-Politik
- Einrichtung einer Expert:innengruppe zum Thema Wohnen in der Kommission
- Reform des EU-Beihilfenrechts, damit sozialer Wohnbau nicht nur den ärmsten Gruppen vorbehalten bleibt
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig auf Wohnbau-Mission in Brüssel
So machen wir Wohnen in ganz Österreich wieder leistbar.
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