Unsere Zukunft geht zur Schule.
Bildung stärkt Kinder ein Leben lang. Sie eröffnet Chancen, schafft Gemeinschaft und ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Wien setzt auf ein starkes Bildungsangebot ab dem ersten Tag, vom beitragsfreien Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung. Und darauf, dass jedes Kind unabhängig von Herkunft, Einkommen oder persönlichen Voraussetzungen die besten Bildungschancen erhält.
Dass Bildung noch immer eine Klassenfrage ist, zeigt sich deutlich: Während 61,3 % der Kinder von Akademiker:innen einen Hochschulabschluss erreichen, schaffen nur 9,4 % der Kinder von Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss den Sprung an die Universität. Genau deshalb setzt Wien gezielt Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich und sorgt für ein Umfeld, in dem sich alle Kinder bestmöglich entfalten können.
Fakten und Zahlen zum neuen Schuljahr
- Wien führte 2009 als erstes Bundesland den Gratis-Kindergarten ein.
- Knapp 90 % der Wiener Kinderbetreuungseinrichtungen sind mit Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar.
- Im neuen Schuljahr gibt es 241 Schulstandorte mit ganztägiger Betreuung.
- Über 60.000 Kinder nutzen das ganztägige Betreuungsangebot an den Wiener Schulen.
- Rund 3.200 Freizeitpädagog:innen sind in Wien im Einsatz. Das sind 300 mehr als im Vorjahr.
- Der Chancenbonus stärkt 228 Wiener Schulen mit zusätzlichem Personal.
- 14 bestehende Bildungscampus-Standorte gibt es bereits, bis 2034 entstehen 9 weitere.
- In Wien erhalten Schüler:innen kostenlose Lernhilfeangebote der VHS sowie gratis Wiener Lernhilfe.
- Die Summer City Camps sind nach wie vor österreichweit einzigartig: An 35 Standorten stehen über 34.500 Plätze zur Verfügung.
Früh beginnen
Bildung fängt schon lange vor der ersten Schulstunde an. Deshalb ist der Wiener Kindergarten beitragsfrei, und zwar für alle Kinder, nicht nur im verpflichtenden letzten Jahr. Wien war 2009 das erste Bundesland, das den Gratis-Kindergarten eingeführt hat. Die jährlichen Kosten übernimmt die Stadt Wien; sie haben sich bis 2019 auf 879 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Damit steht der wichtigste Bildungsort der frühen Jahre jeder Familie offen, unabhängig vom Einkommen. Fast die Hälfte der unter Dreijährigen besucht in Wien eine elementare Bildungseinrichtung.
Dazu kommt ein zweiter Unterschied, der im Alltag von Familien den Ausschlag gibt: die Öffnungszeiten. Knapp 90 Prozent der Wiener Kinderbetreuungseinrichtungen sind mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar, das heißt, sie haben mindestens 45 Stunden pro Woche und 47 Wochen im Jahr geöffnet. Im Österreichschnitt sind es nur 60 Prozent, im letztgereihten Bundesland Oberösterreich sogar nur 39 Prozent. Auch bei den Schließtagen liegt Wien mit knapp sieben Tagen im Jahr weit vor allen anderen. Das ist der Grund, warum Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Wien nicht bloß ein Vorsatz ist, sondern funktioniert, und warum es vor allem Frauen sind, die davon profitieren.
Stärken stärken
Jedes Kind hat Talente, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Die kostenfreie Ganztagsschule, ein breites Freizeitangebot und individuelle Förderung geben Kindern den Raum, sich zu entfalten.
Wien baut dieses Angebot Jahr für Jahr aus. Im neuen Schuljahr führen 241 Standorte eine ganztägige Betreuung, über 120 davon gratis. Mehr als 60.000 Kinder nutzen sie, begleitet von rund 3.200 Freizeitpädagog:innen — um 300 mehr als im Vorjahr. Dazu kommt das kostenfreie Mittagessen an ganztägig geführten offenen Pflichtschulen. Für die Kinder heißt das: gleiche Startbedingungen. Für die Eltern: spürbare Entlastung.
Auch außerhalb des Unterrichts wartet viel: bei den Summer City Camps, in den Wiener Büchereien, in der digitalen Kinder- und Jugendarbeit. Allein die Summer City Camps bieten über 34.500 Plätze an 35 Standorten sowie verlässliche Betreuung und abwechslungsreiche Tage, auch wenn die Schule geschlossen hat. So begleitet Wien Kinder und Jugendliche dabei, ihren eigenen Weg zu gehen.
Chancen schaffen
Die SPÖ Wien hat ihn jahrelang gefordert, jetzt wird er bundesweit umgesetzt: Der Chancenbonus stärkt gezielt 228 Wiener Schulen mit zusätzlichem Personal aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Egal ob zusätzliche Schulsozialarbeiter:innen, weitere Lehrkräfte oder andere Expert:innen: Kinder und Pädagog:innen profitieren gleichermaßen. Schulen mit besonderem Unterstützungsbedarf erhalten damit mehr Möglichkeiten, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Schüler:innen einzugehen. So wird Bildung gerechter und gezielte Förderung kommt dort an, wo sie besonders gebraucht wird. Mit 14 bestehenden Bildungscampus-Standorten und 9 weiteren bis 2034 investiert Wien zudem gezielt in moderne, alle Altersstufen verbindende Bildungsinfrastruktur.
Seit 2020 fördert das Programm „Respekt: Gemeinsam stärker" ein respektvolles Miteinander an rund 30 Schulen. Bislang wurden über 1.800 Lehrkräfte, 20.000 Schüler:innen und 200 Eltern durch das Programm erreicht.
Unterstützung sichern
Gute Bildung braucht Menschen, die Kinder begleiten, fördern und unterstützen. Mit der gratis Wiener Lernhilfe – auch als kostenloses Lernhilfeangebot der VHS – den Wiener Lesepat:innen sowie Inklusions- und sonderpädagogischen Maßnahmen setzt Wien darauf, dass kein Kind zurückgelassen wird und die Unterstützung erhält, die es braucht. Woche für Woche kommen rund 1.400 ehrenamtliche Lesepat:innen in Wiener Klassen und üben mit kleinen Gruppen von zwei bis vier Kindern. Die Zahl der Lesepat:innen hat sich in nur wenigen Jahren verdoppelt.
Pädagog:innen leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Stadt. Wien investiert deshalb in bessere Rahmenbedingungen, zusätzliche Unterstützungskräfte und ein breites Angebot an Weiterbildungen. Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, medizinisches Fachpersonal und weitere Expert:innen ergänzen ihre Arbeit dort, wo zusätzliche Unterstützung notwendig ist. Maßnahmen zur Gewaltprävention und der Ausbau der Schulsozialarbeit sorgen für ein sicheres und stabiles Lern- und Arbeitsumfeld.
Wie machen wir Bildung fit für die Zukunft?
Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Technologien verändern, wie wir lernen und arbeiten. Wien stärkt deshalb die digitale Bildung und stattet die Pflichtschulen mit moderner Infrastruktur aus. Ebenso wichtig ist: Kinder und Jugendliche lernen, digitale Medien sicher und kritisch zu nutzen.
Bildung ein Leben lang
Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Wer einen Abschluss nachholen, sich weiterqualifizieren oder beruflich neu anfangen will, findet in Wien die passenden Angebote: die Wiener Volkshochschulen mit über 30 Standorten, dazu Beratung und Förderung durch den waff. 149 Millionen Euro fließen 2026 in Qualifizierung und Fachkräfteausbildung. Allein 2026 können mehr als 41.600 Wiener:innen Angebote des waff zur beruflichen Weiterentwicklung in Anspruch nehmen.
Bildung schafft Chancen. Und Chancen schaffen Zukunft. Darum arbeitet Wien weiter daran, dass jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder Erwachsene die Möglichkeit bekommt, das eigene Potenzial zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
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