08.11.2025

Wirtschaft mit Haltung – das ist Wien und das sind wir.

Wiener Sozialdemokratie beschließt Wiener Wirtschaftskompass auf der dritten Wiener Konferenz unter dem Motto „Wirtschaft mit Haltung“.

Mit dem Beschluss des sozialdemokratischen Wiener Wirtschaftskompasses durch rund 400 Delegierte setzten wir als Wiener Sozialdemokratie auf der dritten Wiener Konferenz ein weiteres deutliches Zeichen für eine Wirtschaftspolitik, die Wohlstand für alle schafft und die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Im Fokus stehen dabei drängende wirtschaftliche Fragen der Gegenwart und Zukunft – stets mit dem Ziel, dass wirtschaftlicher Erfolg allen Wiener:innen zugutekommt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und Investitionen in Bildung, Gesundheit, Wohnen, Mobilität und Klimaschutz vorangetrieben werden. 

In seiner Rede auf der dritten Wiener Konferenz der SPÖ Wien unter dem Motto „Wirtschaft mit Haltung“ skizzierte Landesparteivorsitzender und Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig Wiens Wirtschaftspolitik. Wirtschaft mit Haltung bedeutet für in Wien respektvolles Miteinander, Stabilität, Sicherheit sowie gezielte Investitionen in den Wohlstand, von dem Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren. 

Der Mensch steht für mich immer im Mittelpunkt. 
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Schwarz-Grün hat das Wirtschaftswachstum in Österreich abgewürgt. Wien stemmt sich beharrlich gegen die Rezession.

Es macht einen Unterschied, wer Verantwortung trägt. Das hat sich vor allem in den vergangenen Jahren gezeigt. Kritik übte Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig in diesem Zusammenhang an der vergangenen Bundesregierung, die durch fehlende Maßnahmen die Teuerung ungebremst habe durchrauschen lassen und durch mangelnde Weitsicht eine der längsten Wirtschaftskrisen in Österreich seit 1945 zu verantworten habe: 

Diesen Unterschied, wer regiert und Verantwortung trägt, sehen wir, wenn wir uns vor Augen führen, dass Österreich vor dem größten Konsolidierungsbedarf in der Geschichte der Zweiten Republik steht. Nach wie vor ist die Inflation in Österreich doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Schwarz-Grün hat das Wirtschaftswachstum in Österreich förmlich abgewürgt“, betonte Ludwig. „Wien hat hier immer dagegengehalten. Nur in Wien gab es in den vergangenen Jahren ein Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum.

Lebendige und vielfältige Medien sind zentral für die Demokratie: Wiener Medieninitiative wird verlängert. 600.000 Euro für digitale Transformation und Arbeitsplatzsicherung.

Die österreichische Medienlandschaft ist in einer Krise und dem dürfen wir als Gesellschaft, als Politik und auch als Medienstandort Wien nicht tatenlos zusehen. Eine lebendige und vielfältige Medienlandschaft ist das wirksamste Mittel gegen Desinformation und Propaganda. Der Medienstandort Wien ist in unserer Stadt ein relevanter Wirtschaftsfaktor und wir sollten jetzt alle an einem Strang ziehen und uns überlegen, wie wir die Medien in Wien und in Österreich langfristig absichern, appellierte Dr. Michael Ludwig. 

„In Wien haben wir mit der Wiener Medieninitiative ein innovatives Instrument geschaffen, um Medien aktiv zu unterstützen. Seit Beginn der Wiener Medieninitiative haben wir über 300 Medienprojekte mit über 10 Millionen Euro gefördert und es ist mir eine besondere Freude, heute zu verkünden, dass wir die Wiener Medieninitiative weiter verlängern und ab März 2026 mit weiteren 600.000 Euro unterstützen werden.“
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Wirtschaft mit Haltung bedeutet: Es geht nur gemeinsam.

Auch in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen investiert Wien weiterhin in die Menschen: 

„Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz, wir kämpfen um jedes Prozent Wirtschaftswachstum. Das machen wir nicht zum Selbstzweck!" 
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Wirtschaftswachstum schafft zusätzliche Arbeitsplätze. Zusätzliche Arbeitsplätze senken die Arbeitslosigkeit und die damit anfallenden Kosten. Es ermöglicht den Menschen, sich ihr Leben selbstständig zu organisieren und ein gutes Leben in Würde zu führen. Um gemeinsam gut aus der aktuellen Krise zu kommen, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen: Wirtschaftspolitik geht nur Hand in Hand. Wirtschaftspolitik bedeutet nicht, große Gewinne in die Taschen einiger weniger zu wirtschaften. Wirtschaftspolitik bedeutet auch nicht, die Wirtschaftstreibenden zu verteufeln und sie zum Feindbild zu machen. Ohne Arbeitskräfte kann sich die Wirtschaft nicht entfalten. Ohne florierende Wirtschaft gibt es keine Arbeitsplätze. Es geht nur gemeinsam. Deshalb ist die Sozialpartnerschaft in Wien ein so zentraler Bestandteil unseres Miteinanders.

Wien ist die Stadt der Frauen: Wiener Frauenstiftung ist voller Erfolg.

Mit dem Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds haben wir ein österreichweit einzigartiges arbeitsmarktpolitisches Instrument. Als eine der ersten Amtshandlungen in der neuen Legislaturperiode haben wir mit der Frauenstiftung Wien ein innovatives Qualifikationsangebot für Frauen im Rahmen des Wiedereinstiegs oder nach familienbedingter Berufsunterbrechung geschaffen. Und wir haben die nächste Joboffensive für 1.000 junge Erwachsene gestartet. Wien kann damit alle jungen Arbeitslosen, die länger als sechs Monate ohne Arbeit sind, mit nur einem Programm erreichen. Das ist Wirtschaft mit Haltung, so verstehen wir in Wien sozialdemokratische Wirtschaftspolitik.

„Das ist unsere Aufgabe als Sozialdemokratie: Das Leben der Menschen konkret zu verbessern.“

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Deutsche Studien belegen: Leistbarer Wohnraum ist ein wichtiger Faktor für Wirtschaftswachstum.

Leistbarer Wohnraum ist nicht nur eine Frage der menschlichen Würde, sondern natürlich auch eine Voraussetzung für Wirtschaftswachstum. In Wien haben wir uns immer mit ganzer Kraft gegen Privatisierungen gestemmt und die öffentliche Daseinsvorsorge in Wien konsequent ausgebaut – oft genug gegen enormen politischen Widerstand. Während andere Städte in den 90er-Jahren kommunale Dienstleistungen wie Gemeindewohnungen, Energieversorgung, Müllabfuhr oder Wasser privatisiert haben, hat sich Wien aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen dagegen entschieden. Wir führen unsere Wohnbau-Offensive, die 190 Millionen Euro pro Jahr schwer ist, unverändert fort. Wir bauen in Wien weiter neue Gemeindewohnungen, fördern weiter sozialen Wohnbau und sanieren den Altbestand.
Diesem Beispiel folgen immer mehr europäische Kommunen und verzichten auf Privatisierungen und bringen privatisierte Dienstleistungen wieder in Eigenregie - mit besserer Qualität und günstiger als Private. In den letzten 20 Jahren hat sich ein deutlicher Gegentrend zum Privatisierungsboom der 80er- und 90er-Jahre entwickelt. 

Leistbares Wohnen für alle

Wien bleibt beim Klimaschutz eine der Vorreiter:innen in Europa

Klimapolitik stand schon immer ganz oben auf unserer Agenda. Schon 1999 hatte Wien die erste Klimastrategie. Wir haben einen Klimafahrplan und als erstes Bundesland ein eigenes Klimagesetz beschlossen. Denn wir wollen den nachfolgenden Generationen eine Stadt übergeben will, die für die Zukunftsfragen gewappnet ist. 

Wien weist den mit Abstand niedrigsten CO₂-Ausstoß aller Bundesländer auf und konnte die CO₂-Emissionen des Verkehrs seit 2005 durch konsequente Investitionen in den Ausbau des dichten Öffi-Netzes um rund 30 Prozent reduzieren. Zudem verzeichnet Wien auch den höchsten Rückgang beim Energieverbrauch – pro Kopf so niedrig, wie zuletzt 1993. 

Mit dem Kauf des Unternehmens ‚ImWind‘ durch die Wien Energie sei ein historischer Meilenstein gelungen, um die Unabhängigkeit von Gas sicherzustellen und den Strombedarf der Zukunft gänzlich aus Ökostrom decken zu können: Bis 2030 können alle Wiener Haushalte und bis 2040 alle öffentlichen Verkehrsmittel mit Ökostrom versorgt werden. Damit sind wir in Wien drittgrößter Windpark-Betreiber und bleiben größter Sonnenstrom-Produzent Österreichs. Je früher wir aus fossiler Energie aussteigen, umso früher sind wir unabhängig von Preis-Schwankungen auf den Energiemärkten. So erhalten die Wienerinnen und Wiener noch früher stabile und langfristig leistbare Energiepreise. Diese Investitionen verschaffen Wien außerdem einen wichtigen Standortvorteil im internationalen Wettbewerb um Unternehmensansiedlungen. Das ist zukunftsorientierte und sozialdemokratische Wirtschaftspolitik in Wien.

Zusammenhalt ist der Grund, warum Wien der Wirtschaftsmotor in Österreich ist.

Wir in Wien sind das politische Gegenmodell zu Privatisierung, Entsolidarisierung, Rassismus, Antisemitismus und Hass. Wir müssen mehr denn je zu unserer Stadt stehen. Wir müssen mehr denn je für das einstehen, was uns als Wienerinnen und Wiener ausmacht – für Zusammenhalt und respektvolles Miteinander. Denn Wien ist eine Stadt, auf die die ganze Welt schaut, um von uns zu lernen: Auch in Wirtschaftsfragen haben wir immer unsere Kompetenz als Sozialdemokratie bewiesen. Wir sind die Wirtschaftspartei und werden diese Rolle auch in Zukunft verantwortungsvoll einnehmen – mit der gelebten Grundhaltung, dass Wirtschaft allen Menschen dienen muss und Wohlstand nur durch Zusammenhalt entsteht.

Wiener Wirtschaftskompass

Mit dem Wiener Wirtschaftskompass liegt nun eine klare sozialdemokratische Leitlinie vor, die zeigt, wie wir Herausforderungen in Chancen verwandeln können und wo angesetzt werden muss, damit Wien auch in Zukunft lebenswert bleibt.

Die Wiener Sozialdemokratie steht für eine Wirtschaft, die Menschen zusammenbringt, Fortschritt und Fairness verbindet und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt."

Landesparteisekretär Jörg Neumayer, MA 

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