13.03.2026

Wien investiert in die Zukunft!

Mit einem neuen Quantentechnologie-Zentrum, höheren Bezirksbudgets und großen Begrünungsprojekten setzt Wien konkrete Schritte für Innovation, Lebensqualität und eine klimafitte Stadt.

Die diesjährige Klubtagung des SPÖ-Rathausklubs unter dem Motto „Wien voran: Arbeit. Aufschwung. Zukunft.“ setzt den Fokus auf die weitere Entwicklung der Stadt. In herausfordernden Zeiten setzt Wien auf Stabilität, hohe Lebensqualität und soziale Sicherheit. 

Wien geht entschlossen in die Zukunft

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig betonte zum Auftakt der Klubtagung, dass Wien mutig und entschlossen in die Zukunft geht. Angesichts globaler politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen ist ein starkes, solidarisches Europa wichtig, betonte Ludwig. Gleichzeitig braucht es auf lokaler Ebene vorausschauende politische und wirtschaftliche Entscheidungen, um Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit zu sichern.

Quantentechnologie-Zentrum als Innovationsmotor

Neben wirtschaftlicher Entwicklung stehen auch innovative Zukunftsprojekte im Mittelpunkt. So kündigte Bürgermeister Ludwig den Start eines neuen Quantentechnologie-Zentrums in Neu Marx an. Dort sollen Forschung, Start-ups und Unternehmen zusammenarbeiten, um innovative Technologien schneller in wirtschaftliche Anwendungen zu bringen. Das Zentrum soll bis 2033 entstehen und Anwendungen etwa in Medizin, Materialforschung, Energie- und Klimasystemen sowie in Industrie und Logistik vorantreiben.

Bezirksbudgets werden erhöht

Damit gute Politik direkt im Grätzl ankommt, stärkt Wien die Handlungsmöglichkeiten der Bezirke. Nachdem die Bezirksbudgets im Zuge der Budgetkonsolidierung gleichgeblieben sind und die Bezirke damit 2026 einen wichtigen Beitrag zur Budgetkonsolidierung geleistet haben, werden die Mittel ab 2027 wieder erhöht. Insgesamt steigen die Bezirksbudgets um rund 27 Millionen Euro, eine Erhöhung von etwa 10 Prozent. Damit steht den Bezirken künftig wieder mehr finanzieller Spielraum für konkrete Verbesserungen und Projekte direkt in den vielfältigen Grätzln zur Verfügung.

Attraktive Bahnhofsvorplätze

Parallel dazu setzt Wien im Alltag der Menschen konkrete Schritte für mehr Lebensqualität. Mit der Offensive „Raus aus dem Asphalt“ werden zentrale Bahnhofsvorplätze entsiegelt, begrünt und neu gestaltet. Ziel ist es, Hitzeinseln zu reduzieren und gleichzeitig sichere, barrierefreie und attraktive Aufenthalts-Oasen zu schaffen. Zu den nächsten Projekten zählen der Hauptbahnhof, der Maria-Restituta-Platz sowie der Nelson-Mandela-Platz bei der Station Aspern Nord.

Am Hauptbahnhof startet heuer die erste Etappe der Umgestaltung mit rund 3.500 Quadratmetern Entsiegelung und 35 neuen Bäumen. Der Maria-Restituta-Platz am Handelskai wird mit rund 6.000 Quadratmetern entsiegelter Fläche, neuen Bäumen sowie Wasserspiel, Trinkbrunnen und Sprühnebel klimafit gestaltet. Neu angekündigt wurde zudem die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes bei der Station Aspern Nord: Dort sollen rund 11.000 Quadratmeter entsiegelt, 75 neue Bäume gepflanzt und etwa 2.000 Quadratmeter Grünflächen geschaffen werden.

Hohe Lebensqualität durch leistbaren Wohnraum

Ein zentrales Thema bleibt weiterhin leistbarer Wohnraum. Wien setzt daher auf sein erfolgreiches Modell des sozialen Wohnens und baut die Wohnbauoffensive weiter aus. Insgesamt sollen künftig 22.800 Wohnungen im Rahmen der Offensive entstehen. Grundlage dafür ist unter anderem die Wiener Widmungspolitik, die vorsieht, dass bei Umwidmungen zwei Drittel aller neu errichteten Wohnungen gefördert und damit leistbar sind. Zusätzlich wurden in den Jahren 2024 und 2025 die Mieten im Gemeindebau ausgesetzt, um die Wohnkosten zu stabilisieren.

Doch leistbares Wohnen ist nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche Entwicklung und attraktive Städte. Internationale Studien zeigen, dass Städte langfristig nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn Arbeitskräfte sich das Wohnen in den Metropolen leisten können. Wien setzt daher konsequent auf ein starkes öffentliches Wohnungsangebot.

Starker Wirtschaftsstandort mit Rekordbeschäftigung

Auch wirtschaftlich zeigt sich Wien stark: In den vergangenen fünf Jahren konnte die Stadt ihre Wirtschaftsleistung deutlich steigern und verzeichnete einen historischen Beschäftigungsrekord mit rund 933.000 Beschäftigungsverhältnissen. Mehr als 90.000 neue Arbeitsplätze sind in diesem Zeitraum entstanden. Damit unterstreicht Wien seine Rolle als Wirtschaftsmotor Österreichs. Insgesamt ist das Bruttoregionalprodukt Wiens in diesem Zeitraum um rund 34 Milliarden Euro auf etwa 130 Milliarden Euro gestiegen.

Klimaschutz gemeinsam mit der Wirtschaft vorantreiben

Klimaschutz ist und bleibt ein zentrales Thema nachhaltiger Stadtpolitik. In Zusammenarbeit mit der Wiener Wirtschaftskammer wurden Vereinbarungen vorbereitet, mit denen Unternehmen stärker in klimaschutzrelevante Maßnahmen eingebunden werden. Erste Kooperationen mit großen Unternehmen sollen in den kommenden Tagen unterzeichnet werden.

Investitionen in ein starkes Gesundheitssystem

Auch im Gesundheitsbereich setzt Wien auf Ausbau und Kooperation. Im Zuge der laufenden Reformdiskussion sprach sich Ludwig für die Idee der Schaffung österreichweiter Gesundheitsregionen aus, um Planung und Finanzierung im Gesundheitssystem besser zu koordinieren. Gleichzeitig investiert Wien rund 3,3 Milliarden Euro in die Modernisierung der städtischen Spitäler und baut regionale Gesundheitszentren weiter aus.

Gleichstellung und Chancen für Frauen 

Wien ist und bleibt die Stadt der Frauen. Entscheidend ist dabei, dass Frauen frei und selbstbestimmt leben können. Dazu gehöre vor allem wirtschaftliche Unabhängigkeit. Ein besonderes Anliegen bleibt daher die Gleichstellung. Maßnahmen wie der kostenlose Kindergarten, Ganztagsschulen sowie Programme zur Qualifizierung und Beschäftigungsförderung von Frauen tragen dazu bei, wirtschaftliche Unabhängigkeit und bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu stärken.

Mit dem Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff) wurde zudem ein Programm ausgebaut, das Frauen gezielt ausbildet, qualifiziert und beim Einstieg oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Kritik übte Ludwig an pauschalen Vorwürfen gegenüber Frauen in Teilzeit: Es sei auch Aufgabe der Wirtschaft, ausreichend Vollzeit-Arbeitsplätze anzubieten.

Wirtschaft mit Haltung.

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