Klimaschutz in Wien
Wien zählt zu den lebenswertesten Städten der Welt, und Klimaschutz ist ein zentraler Baustein dieses Erfolgs. Die Stadt verbindet nachhaltige Entwicklung mit leistbarem Wohnen, moderner Infrastruktur und hoher Lebensqualität. Das Ziel: Wien soll bis 2040 klimaneutral werden. Dafür setzt die Stadt auf Maßnahmen, die schon heute wirken, etwa mehr Grün und weniger Asphalt, erneuerbare Energie, klimafreundliche Mobilität und konkrete Schritte gegen die Hitze. Gleichzeitig wird die Stadt so weiterentwickelt, dass sie auch als wachsende Millionenstadt ressourcenschonend bleibt.
Klimaschutz hat in Wien Tradition
Diesen Weg verfolgt Wien bereits seit den 1990er-Jahren. Der Wiener Klimafahrplan gibt dabei eine klare Richtung zur Klimaneutralität 2040 vor, nicht als Verzicht, sondern als Vision einer Stadt, in der auch kommende Generationen gut leben können. Ökologische Verantwortung wird dabei mit sozialer Sicherheit und vorausschauender Stadtentwicklung verbunden. Im April 2025 hat Wien als erstes Bundesland Österreichs ein eigenes Klimagesetz beschlossen. Seit 2005 sind Wiens Treibhausgasemissionen um 31 Prozent gesunken, allein 2023 um rund zehn Prozent. Bis 2030 soll die Reduktion pro Kopf 55 Prozent erreichen. Wien hat damit früh gezeigt, wie Klimaschutz gesetzlich verankert werden kann. Nun folgt auch die Bundesregierung mit einem eigenen Klimagesetz und orientiert sich dabei in zentralen Punkten am Wiener Vorbild.
Wachstum und Klimaschutz gemeinsam denken
Eine wachsende Millionenstadt braucht leistbaren Wohnraum, funktionierende Infrastruktur und konsequenten Klimaschutz, und das muss gemeinsam gedacht werden. Mehr Wohnraum bedeutet deshalb nicht automatisch schlechtere Klimabedingungen.
Rund 50 Prozent der Wiener Stadtfläche sind Grünraum. Gleichzeitig wächst die Stadt besonders flächenschonend: Zwischen 2022 und 2025 stieg die Bevölkerung um rund fünf Prozent, die Flächeninanspruchnahme dagegen nur um 0,3 Prozent. Mit lediglich 0,08 Hektar zusätzlicher Flächeninanspruchnahme pro Tag hat Wien aktuell den geringsten Bodenverbrauch aller Bundesländer.
Auch beim Versiegelungsgrad lohnt ein differenzierter Blick: Als dicht bebaute Millionenstadt und zugleich eigenes Bundesland weist Wien mit 37,7 Prozent zwar einen vermeintlich hohen relativen Versiegelungsgrad auf. Ein direkter Vergleich mit klassischen Flächenbundesländern greift hier jedoch zu kurz, da dort auch große alpine und unbewohnte Flächen in die Gesamtfläche einfließen. Pro Kopf zeigt sich ein anderes Bild: In Wien entfallen durchschnittlich rund 73 m² versiegelte Fläche auf eine Person, im Burgenland sind es mit 593 m² fast achtmal so viel.
Wie wird Wien klimafit?
Begrünung, Entsiegelung und das Schwammstadt-Prinzip helfen dabei, Hitzeinseln zu reduzieren und Regenwasser sinnvoll zu nutzen. Gleichzeitig investiert die Stadt in erneuerbare Energien und ersetzt fossile Heizsysteme Schritt für Schritt. Auch die klimafreundliche Kühlung wird ausgebaut: Der Fernkältering versorgt bereits heute große öffentliche Gebäude wie das AKH oder die Universität Wien. Laufende Investitionen sichern zudem die Trinkwasserversorgung langfristig ab.
Was tut Wien gegen die Hitze?
Gerade während Hitzewellen braucht es schnelle, konkrete Maßnahmen. Der Wiener Hitzeaktionsplan setzt auf Coole Zonen mit erweiterten Wochenendöffnungszeiten, den laufenden Ausbau von Trinkbrunnen sowie Sommerspritzer und Nebelstelen an stark frequentierten Hitze-Hotspots wie Öffi-Haltestellen. Dazu kommen flächendeckend klimatisierte öffentliche Verkehrsmittel sowie Förderungen und gesetzliche Verbesserungen auf Bundesebene, damit Hitzeschutz auch in den eigenen vier Wänden leichter möglich wird.
So bleibt Wien trotz Hitze kühl
Wie gelingt die Energiewende?
Wien setzt konsequent auf den Ausbau erneuerbarer Energien und die schrittweise Abkehr von fossilen Energieträgern. Die Fernwärme wird weiter dekarbonisiert, Wärmepumpen und Sonnenenergie ausgebaut und die Initiative „Raus aus Gas" vorangetrieben. Auch bei der Photovoltaik gibt es ein klares Ziel: Bis 2030 soll die installierte Leistung auf 800 Megawatt-Peak steigen. Damit könnte sauberer Strom für bis zu 230.000 Wiener Haushalte erzeugt werden.
Mobilität: Öffis, Rad und der Umgang mit dem Transitverkehr
Klimaschutz findet auch auf Wiens Straßen statt. Als Weltstadt mit einem der besten öffentlichen Verkehrssysteme legen die Wienerinnen und Wiener bereits 75 Prozent ihrer Alltagswege mit Öffis, zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Das Öffi-Netz umfasst mehr als 1.100 Kilometer und wird täglich von rund 2,4 Millionen Fahrgästen genutzt. Parallel dazu baut Wien das Radwegenetz kontinuierlich aus: Im sechsten Jahr in Folge geht die Radweg-Offensive weiter, 2026 mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern neuer Infrastruktur, unter anderem mit der schrittweisen Neugestaltung von Fuß- und Radwegen am Ring.
Wien im Vergleich
Wien verfolgt Klimaschutz seit Jahrzehnten konsequent, mit messbarem Ergebnis: Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß pro Kopf liegt in Wien um rund 60 Prozent unter dem österreichweiten Durchschnitt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Fernwärme, öffentlichem Verkehr und kompakter Stadtstruktur — Entscheidungen, die teils Jahrzehnte zurückreichen.
Klar ist dennoch: Es bleibt viel zu tun. Die Klimakrise ist eine globale Herausforderung, die gemeinsames, langfristiges Handeln erfordert. Wien hat früh begonnen. Und wird weitermachen.
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Wien hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Der Wiener Klimafahrplan gibt dafür die Richtung vor – nicht als Verzicht, sondern als Vision einer lebenswerten Stadt für kommende Generationen.
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Im April 2025 hat Wien als erstes Bundesland Österreichs ein eigenes Klimaschutzgesetz beschlossen.
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Seit 2005 sind die Emissionen um 31 Prozent gesunken, allein 2023 um rund zehn Prozent. Bis 2030 soll die Reduktion pro Kopf 55 Prozent erreichen.
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Rund 50 Prozent der Wiener Stadtfläche sind Grünraum. Gleichzeitig wächst die Stadt besonders flächenschonend: Zwischen 2022 und 2025 stieg die Bevölkerung um rund fünf Prozent, die Flächeninanspruchnahme aber nur um 0,3 Prozent.
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Nein, im Gegenteil: Mit nur 0,08 Hektar zusätzlicher Flächeninanspruchnahme pro Tag hat Wien aktuell den geringsten Bodenverbrauch aller österreichischen Bundesländer.
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Wien weist mit 37,7 Prozent zwar einen hohen relativen Versiegelungsgrad auf, da die Stadt dicht bebaut und zugleich ein eigenes Bundesland ist. Ein direkter Vergleich mit Flächenbundesländern, die auch große unbewohnte Flächen einbeziehen, greift jedoch zu kurz. Pro Kopf gerechnet entfallen auf eine Person in Wien rund 73 m² versiegelte Fläche, im Burgenland dagegen 593 m² – fast achtmal so viel.
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Der Wiener Hitzeaktionsplan umfasst unter anderem Coole Zonen mit erweiterten Wochenendöffnungszeiten, den Ausbau von Trinkbrunnen, Sommerspritzer und Nebelstelen an stark frequentierten Hitze-Hotspots sowie klimatisierte öffentliche Verkehrsmittel.
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Auf der A23 sind täglich rund 200.000 Fahrzeuge unterwegs, mit entsprechenden Folgen für Lärm, Abgase und Stau in angrenzenden Wohngebieten. Der Lückenschluss soll überregionalen Durchzugsverkehr großräumig um die Stadt führen, statt ihn weiter durch dicht besiedelte Bezirke zu leiten.
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Auf der A23 sind täglich rund 200.000 Fahrzeuge unterwegs, mit entsprechenden Folgen für Lärm, Abgase und Stau in angrenzenden Wohngebieten. Der Lückenschluss soll überregionalen Durchzugsverkehr großräumig um die Stadt führen, statt ihn weiter durch dicht besiedelte Bezirke zu leiten.
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Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß pro Kopf liegt in Wien um rund 60 Prozent unter dem österreichweiten Durchschnitt – ein Ergebnis von Fernwärme, öffentlichem Verkehr und kompakter Stadtstruktur, das teils auf jahrzehntelange Entscheidungen zurückgeht.
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