Afghanistan: Jetzt gilt es zusammenzuhalten!

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig: "Die internationale Staatengemeinschaft – und damit auch Österreich – sind jetzt gefordert, sofort Hilfe zu leisten."

Tief erschüttert zeigte sich Bürgermeister Dr. Michael Ludwig über die aktuelle Situation in Afghanistan und die Machtergreifung der Taliban. „Die internationale Staatengemeinschaft – und damit auch Österreich – sind jetzt gefordert, sofort Hilfe zu leisten“, mahnte der Bürgermeister. In einem ersten Schritt hieße das für Österreich die Aufnahme jener Menschen aus Afghanistan, die mit Österreicher*innen im Rahmen der Tätigkeit der Vertretung der Europäischen Kommission in Kabul lange eng zusammengearbeitet haben. „Außerdem steht es unserem Land an, Menschen, die sich in den vergangenen Jahren in Afghanistan etwa für mehr Rechte für Frauen, aber auch für die Ausbildung von jungen Mädchen eingesetzt haben, jetzt unmittelbar zu helfen. Die Bundesregierung muss daher diese Menschen unter internationalen Schutz stellen. Wien erklärt sich auf jeden Fall dazu bereit, solche Menschen in unserer Stadt – die nicht umsonst Menschenrechtsstadt ist – aufzunehmen. Jetzt gilt es zusammenzuhalten!“, so Ludwig.

Solidaritätskundgebung der SPÖ Frauen

Um auf die dramatische Lage von Frauen und Mädchen in Afghanistan hinzuweisen, organisierten die Bundes- sowie die Wiener SPÖ Frauen gemeinsam mit der Volkshilfe eine Kundgebung. Dort betonte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke: „Wien ist eine Stadt, die internationale Solidarität lebt. In Zeiten wie diesen müssen wir zusammenhalten und uns für Menschenrechte weltweit einsetzen!“

Tanja Wehsely, Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien und ebenfalls Mitveranstalterin der Kundgebung, betonte die internationale Solidarität von Frauen, diese sei „die stärkste Waffe gegen Unterdrückung, Chancenraub und reaktionäre Entwicklungen. Die Volkshilfe unterstützt die Aufnahme von flüchtenden Frauen aus Afghanistan und begleitet sie bei einem neuen Lebensstart in Österreich. Menschenrechte gelten immer und überall.“