Ulli Sima: Wien wird zur Klimamusterstadt!

In unserer Online-Sprechstunde unter dem Motto „Zusammen sind wir stärker“ beantwortete Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadträtin die Fragen der ZuseherInnen. Hauptthema neben der aktuellen Corona-Krise war vor allem das Thema Umwelt.

Beitrag zur Nachhaltigkeit


Erst vor kurzem wurde Wien im „The World’s 10 Greenest Cities 2020″-Ranking als grünste Stadt der Welt ausgezeichnet. Gründe dafür sieht die Stadträtin in den öffentlichen Grünflächen, den öffentlichen Verkehrsmitteln und der hohen Nachhaltigkeit. Sima sprach sich vor allem für den Schutz der Lebensmittelnahversorgung aus. Landwirtschaft habe in Wien einen hohen Stellenwert, das gelte es zu erhalten. „Das ist auch für den Klimaschutz wichtig, denn ob eine Tomate von Spanien nach Wien kommt oder ob sie aus Simmering kommt, das ist klimatechnisch ein riesiger Unterschied“, betont Sima und plädiert dafür, Gemüse aus Wien zu kaufen. „Gemüse aus Wien von der GärtnerInnengenossenschaft LGV wird in vielen Supermärkten und auch auf Märkten angeboten. Da kann jede/r sehr leicht einen Beitrag leisten“, so Sima.

Wien wird zur Klimamusterstadt!


Wien ist nicht nur die „grünste“ Stadt der Welt, sondern wird Jahr für Jahr in unterschiedlichen Studien auch zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. In Folge des Klimawandels wird es jedoch auch in Wien immer wärmer. Für die Stadträtin ist klar: „Wenn wir weiter die lebenswerteste Stadt bleiben wollen, müssen wir ganz massiv in Hitzeschutzmaßnahmen und in die Kühlung der Stadt investieren.“ Wien wird hier zur Klimamusterstadt. Erst kürzlich wurden weitere 3,35 Mio. Euro für Cooling-Maßnahmen beschlossen. Gemeinsam mit dem bestehenden Förderpaket aus 2019 stehen damit bis 2023 insgesamt 6,15 Millionen Euro für den Kampf gegen kIimawandelbedingte Hitzeinseln zur Verfügung. Als Beispiele für Cooling-Maßnahmen nannte die Stadträtin etwa Gebäudebegrünung oder das Aufbrechen versiegelter Flächen.

Wien-Bashing bringt niemandem etwas


Kritik übte Sima am konstanten Wien-Bashing vonseiten der ÖVP. „Damit beleidigt die ÖVP die Wienerinnen und Wiener. Denn diese sind die Leidtragenden davon, dass zum Beispiel die Bundesgärten in der Corona-Krise geschlossen wurden, oder dass man Wien als ‚Sorgenkind‘ bezeichnet, aber über Probleme in anderen Bundesländern nicht spricht. Ich habe diese Wahlkampfstrategie ehrlich gesagt noch nie verstanden, dass man die eigene Bundeshauptstadt und die BürgerInnen, die darin leben, schlecht macht“, so Sima.