Bürgermeister Dr. Michael Ludwig: Jetzt kommt es auf das Miteinander an!

Bild: Christian Fürthner

Angesichts der Herausforderung durch das Corona-Virus hat Bürgermeister Dr. Michael Ludwig zu Vorsicht aufgerufen. Jede/r muss jetzt seine sozialen Kontakte reduzieren, um die Ausbreitung einzudämmen. Der Bürgermeister hat die WienerInnen aber auch dazu aufgefordert, die "Zwischenmenschlichkeit" in den Vordergrund zu stellen: "Gerade in fordernden Situationen wie jetzt, gilt es den sozialen Zusammenhalt in der Stadt zu stärken. Es liegt in der Natur der Wienerinnen und Wiener, sich um ihre Mitmenschen zu kümmern."

„Gleichzeitig ist es absolut notwendig, dabei niemanden zu gefährden“, so der Bürgermeister. Wien ist auf die aktuelle Situation gut vorbereitet, in der Stadt koordinieren und veranlassen der medizinische Krisenstab sowie der Einsatzstab der Berufsrettung alle Maßnahmen. Der Bürgermeister zeigte auch Verständnis für die wirtschaftlichen Sorgen von Kunstschaffenden und Klein-Betrieben, die von den Einschränkungen betroffen sind. Deshalb wird nächste Woche ein Gipfel der Sozialpartner einberufen, der „Lösungen für die betroffenen Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer findet“.

Die Stadt Wien setzt die Gesundheits-Bestimmungen des Bundes zur Eindämmung des Corona-Virus mit sofortiger Wirkung um. Bis 3. April gilt eine Einschränkung für Veranstaltungen. Ziel der Maßnahme ist es, das „Zusammenströmen größerer Menschenmengen“ (gemäß dem Epidemiegesetz) zu verhindern. Das bedeutet konkret: Feiern, Versammlungen oder Zusammentreffen jeder Art sind dann untersagt, wenn dabei im Freien mehr als 500 Personen, und in geschlossenen Räumen mehr als 100 Personen zusammentreffen. Dies gilt etwa für Museen, Theater und Sehenswürdigkeiten. Für sie gilt die Einschränkung von maximal 100 Personen. Dabei spielt die Größe des Raumes und die Fassungs-Kapazität keine Rolle; es gilt die Anzahl der jeweils anwesenden Personen. Explizit von den Einschränkungen ausgenommen sind Supermärkte, Einkaufszentren und Nahversorger: Sie gelten als notwendig zur Abdeckung des täglichen Bedarfs. Weiter offen bleiben auch Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, zum Beispiel Jugendzentren. Auch bei den Öffis gibt es keine Einschränkungen.

Die Maßnahmen, die Wien in Abstimmung mit dem Bund jetzt trifft, sollen dazu dienen, die Verbreitung des Virus zu verhindern und die Spitäler vor Überlastung zu schützen. Derzeit gebe es täglich bis zu 5.000 Anrufe bei der Gesundheitshotline 1450 – „Das ist eine super Performance für eine Hotline“, so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, fordert Hacker dazu auf, die Gesundheitsnummer 1450 nur dann anzurufen, wenn man sich krank fühle. Für allgemeine Informationen gibt es die AGES-Infohotline Coronavirus unter 0800 555 621.