In Wien soll jede Frau selbstbestimmt und gewaltfrei leben können!

Bild: Markus Sibrawa

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. „Der Internationale Frauentag ist ein Kampftag! Er erinnert an den feministischen Kampf, den Frauen auch heute immer noch führen müssen. Denn Gleichstellung, Teilhabe, Gewaltschutz und Selbstbestimmtheit, sind leider immer noch keine Selbstverständlichkeit“, betont SPÖ Wien-Landesparteisekretärin Barbara Novak.

„In Wien sind wir zum Glück einen großen Schritt weiter“, so Novak. „Nicht nur, weil die Lohnschere hier im österreichweiten Vergleich am geringsten ist, auch was Gewaltschutz betrifft, ist Wien vorbildlich“, freut sich die Landesparteisekretärin. „Unser Ziel ist klar: In Wien soll jede Frau selbstbestimmt, in Freiheit, angst- und gewaltfrei leben können!“

„Wer in Wien Hilfe und Schutz vor Gewalt braucht, findet ein starkes Auffangnetz vor“, so Novak. Die Landesparteisekretärin verweist etwa auf den 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien und den Frauenhaus-Notruf, die Unterstützung bieten und rund um die Uhr unbürokratisch und anonym für Betroffene da sind. Derzeit bieten vier Frauenhäuser des Vereins Wiener Frauenhäuser 175 Plätze für Frauen und Kinder. „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Wien derzeit ein fünftes Frauenhaus baut, wo ab 2022 50 zusätzliche Plätze für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder zur Verfügung stehen werden“, so Novak. Besonders betont die Wiener SPÖ-Landesparteisekretärin, dass die Wiener Frauenhäuser aufgrund eines unbefristeten Vertrags mit der Stadt Wien abgesichert sind.

Auch Maßnahmen wie der in Wien bereits vor 10 Jahren eingeführte Gratis-Kindergarten tragen zu mehr Gleichstellung bei. „Frauen erledigen immer noch einen Großteil der unbezahlten Arbeit – zum Beispiel Kinderbetreuung. Der Gratis-Kindergarten oder auch die Ganztagsschule tragen wesentlich zur Entlastung bei“, so Novak. „Mit der von Bürgermeister Michael Ludwig vor kurzem präsentierten Gratis-Ganztagsschule gehen wir hier noch einen Schritt weiter.“

Kritik übt Novak an der türkis-grünen Bundesregierung. „Das Regierungsprogramm war aus frauenpolitischer Sicht leider eine große Enttäuschung. Gerade beim Thema Frauen bleiben viele Maßnahmen unkonkret und sind für umfassende Gleichstellung und Gewaltschutz nicht ausreichend“, kritisiert Novak. Nötig wäre vor allem eine deutliche Erhöhung des Bundesbudgets für Gewaltschutz- und Prävention. „Die jetzt als großer Durchbruch verkaufte Budgeterhöhung um 4 Millionen Euro ist höchstens eine homöopathische Dosis. ExpertInnen des Europarates schätzen, dass eine Erhöhung um ein Vielfaches nötig wäre“, so Novak. Auch beim Thema Lohntransparenz, Kinderbetreuung, Ganztagsschulen, fairer Verteilung von unbezahlter Arbeit und der Förderung des Umstiegs von Teilzeit auf Vollzeitarbeit wünscht sich die SPÖ Wien-Landesparteisekretärin mehr Initiative vonseiten der Bundesregierung.